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Die innere Anatomie der Schnecken (Gastropoda)

Die Schnecken des Süßwassers unterscheiden sich in ihrer Anatomie relativ stark, daher wird in der Literatur gerne eine sehr stark generalisierte Darstellung verwendet. 1000px-archimollusc-de-svg-kopie Grafik: Wikimedia Commons, Work of KDS444, lizenziert unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. Paarige Fühler, Augen an der Basis: Augen: Sehsinn (jedoch nicht sonderlich stark ausgeprägt, Unterscheidung Hell-Dunkel und Orientierung zu Lichtquellen hin), Fühler: fein ausgeprägter Tast- und Geruchssinn Paarige Ganglien: Nervenknoten, Teile des Nervensystems Mineralisiertes dorsales domförmiges Gehäuse: Das Gehäuse der Schnecke sitzt auf ihrem Rücken (dorsal) und besteht vorwiegend aus Kalk. Über dem Kalkgehäuse liegt eine schützende organische Schicht, das Periostracum, das es vor Korrosion schützt und ihm Farbe und Muster gibt. Bei den meisten Schnecken besteht das Gehäuse aus Umgängen, die je nach Art links- oder rechtsgewunden sind und eine bestimmte Anzahl aufweisen. Das Gehäuse wächst vorne an der Öffnung. Kleinere Schäden können von innen repariert werden, bleiben jedoch farblos, da das Periostracum nicht nachwächst. Manche Schnecken haben an der Öffnung einen Deckel aus Horn, das sogenannte Operculum, mit dem sie ihre Öffnung ganz oder teilweise verschließen können, um sich zu schützen. Unsegmentierter bilateral symmetrischer Körper: Der Körper der Schnecke ist entlang der Längsachse symmetrisch und nicht in Segmente geteilt. Magen: Teil des Verdauungssystems Verdauungsdrüse: Hier werden Verdauungsenzyme gebildet, die die Nahrung der Schnecke im Magen aufschließen Mantel: besonders zähes und widerstandsfähiges Gewebe, das den Eingeweidesack bedeckt und schützt. Besonders dick an der Öffnung des Gehäuses. Mit dem Mantelgewebe kann die Schnecke Mineralstoffe aus dem Wasser aufnehmen. Manche Schneckenarten haben außen auf dem Gehäuse Anhängsel des Mantelgewebes, die der zusätzlichen Sauerstoffaufnahme dienen. Gonade: Geschlechts- oder Keimdrüse. Es gibt Schneckenarten, die zweigeschlechtlich sind, bei ihnen gibt es jeweils weibliche oder männliche Keimdrüsen. Bei zwittrigen Arten kommen in ein und derselben Schnecke beide Keimdrüsenarten vor. Größte Körperhöhle mit Haemocoel: Schnecken haben einen weitgehend offenen Blutkreislauf. Im Haemocoel befindet sich die Haemolymphe, i.e. das Blut der Schnecke. Je nach Art kann es Hämoglobin oder Hämocyanin für den Sauerstofftransport enthalten. Diese Körperhöhle fungiert außerdem als hydrostatisches Skelett, das die Organe an Ort und Stelle hält und versorgt. Pericardium oder Coelom: der Herzbeutel der Schnecke, Teil des halb offenen Blutkreislaufs, umschließt das Herz (Ventrikel) und die beiden Auricula. Ventrikel: die Herzkammer Linker und rechter Aurikel: Herzvorhöfe, anhängig von der Anzahl der Kiemen Metanephridien: mit dem Coelom verbundene Kanäle, die nach außen führen und der Harnausscheidung dienen. Linke und rechte Nierenpore: verschließbare Ausscheidungsöffnung für Harn. Anus: Darmausgang, ebenfalls verschließbar Doppelästige Kiemen: symbolisch für den Atemapparat der Schnecke. Es gibt außer Kiemen- auch Lungenschnecken. Osphradien: Chemorezeptoren, Teil des Geruchssinnesapparates Hintere Mantelhöhle: beinhaltet den Darmausgang, die Nierenausgänge, den Atemapparat und die Osphradien. Die Haut der Mantelhöhle selbst kann ebenfalls der Sauerstoffaufnahme dienen. Ventraler flacher muskulöser Kriechfuß: dient der Fortbewegung. Retraktoren: die starken Muskeln des Fußes. Die Schnecke kann mit ihnen nicht nur kriechen, sondern auch graben. Einfacher geschlungener Darm: Teil des Verdauungssystems Paarige längs verlaufende Nervenstränge: Teil des Strickleiternervensystems der Schnecke Ringförmiger Nervenstrang: Teil des Strickleiternervensystems Odontophor: Stützapparat der Radula (Raspelzunge) raspelndes Radularorgan: die „Zunge“ der Schnecke, mit Chitinzähnen besetzt. Dient je nach Härte und Anordnung der Chitinzähne der Zerkleinerung von Algenbelägen, totem Pflanzenmaterial, Aas, Detritus oder lebenden Pflanzen Text: Ulli Bauer Quellen: Weichtiere.at Kompaktlexikon der Biologie Applesnail.net Wikipedia/Mollusca

Ein Kommentar

  1. Hey Muffin! Dein Blog ist dir echt gelungen, gefe4llt mir rhiitcg gut. Du machst auch so tolle Bilder, kleine Garnelen mal im Grodfformat sehen ist schon was feines. Du scheinst auch viel Glfcck mit den Taiwanern zu haben, nur muss ich zugeben dass die nichts ffcr mich we4ren, he4tte da jedesmal einen Herzinfarkt wenn ich einen Blick ins AQ riskieren wfcrde ;). Viel Glfcck weiterhin!

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