Für Einsteiger Krebse Wirbellose Wissen

Krebse unterschiedlicher Arten vergesellschaften?

procambarus-clarkii-orangeKrebse im Aquarium werden immer populärer, und es gibt viele verschiedene zum Teil sehr attraktive Arten und Farbschläge aller Größen, passend für viele Wasserwerte.

Da fällt die Auswahl oft schwer, und weil man gerade für die größeren Arten auch größere Aquarien braucht, ist die Verlockung groß, verschiedene Arten oder auch Farben in einem Aquarium zu pflegen.

cambarellus-schoko-patzcuarensisBei Farbschlägen einer einzigen Art ist zwar das Zusammenleben grundsätzlich möglich, leider wird man gemischten Nachwuchs nicht gut los. Ein Züchter, der seine farbigen Krebse rein zieht, wird sich seine Zuchtbemühungen nicht mit Mischlingen zerstören, und so bleibt oft nur der freundliche Schildkröten- oder Barschhalter aus der Nachbarschaft als Abnehmer. Überzählige Krebse zu verfüttern ist dennoch der deutlich bessere Weg als sie einfach auszusetzen. Viele – vor allem nordamerikanische Arten – können hier überleben und dürfen auf gar keinen Fall in die Natur gelangen, da sie für unsere wenigen überlebenden heimischen Krebse eine übermächtige Konkurrenz darstellen und außerdem potentiell die Krebspest übertragen können.

cherax-peknyi-6Krebse verschiedener Arten sollten keinesfalls vergesellschaftet werden. Alle nicht aus Amerika stammenden Krebse sind ebenfalls für die Krebspest anfällig, weshalb Amerikaner von allen anderen Krebsen streng getrennt gehalten werden sollten.

Auch untereinander gehören die Arten nicht vergesellschaftet. In der Natur gibt es keine zwei Krebsarten an einem Standort. Es setzt sich immer die stärkere Art durch, und die andere wird unterdrückt und stirbt aus.

Die Tiere haben ein sehr feines innerartliches Kommunikationssystem. Sie verständigen sich durch Gesten mit den Scheren und durch Duftsignale. Die Arten untereinander verstehen sich nicht, was zu großem Stress führen kann. Wirbellosen merkt man Stress erst sehr spät an, Dauerstress kann aber zu einer erhöhten Infektanfälligkeit und zu Häutungsproblemen führen und so das Leben der Tiere signifikant verkürzen.

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